Quantenkacke und Raketenwuermer!

Vielleicht denkt ihr jetzt, dass der enormst arme und geistig gebeutelte Ben im gar fernen Nord Amerika schon wieder am letzten Hungertuch der Freude (Nein, nicht das Turiner Grabtuch, eher mein seltsamer Bettbezug!) knabbert um auch die letzten Endorphine zu ersabbern.
Aber nein, den Spass goenn ich euch nicht!
(zudem saehe das seltsam beknackt aus, eh?)
Da ich diesmal zu faul war eine gegliederte Überschrift zu bauen, müsst ihr mit dieser geradezu epischen Überschrift vorlieb nehmen.
Diesmal hab ich auch eine wirklich plausible Entschuldigung für meine morphiotische Schreibfaulheit!
Ich war das letzte Wochenende mit den Jungs in Toronto.
D.h. meine Freizeit in der ich normalerweise schreibe ist abhanden gekommen.
Taranto:
Donnerstag abend, Abreise mit dem Zug 2 Stunden nach Toronto.
Stratforder Bahnhof 9:20 pm, die Fritzuhr blitzt.

In Toronto selber sind wir dann in einer Jugendherberge untergekommen, die gute fünf Minuten vom Bahnhof entfernt gelegen ist.
Die ganzen drei Tage waren hauptsächlich vom Wandern okkupiert, aber immer in anderer Ausführung!
Freitag war beispielsweise echt gutes Wetter, so dass wir von 11 bis ca. 8 Abends durch Toronto Downtown gewandert sind. Fashion District, Entertainment District, little Italy, China town, Yonge street up and down...

DIE Kreuzung in der Mitte von Toronto, bei der teilweise alle Ampeln rot haben, damit die Fußgänger auch diagonal gehen können...

Abends sind wir dann noch ins Kino gegangen, Pride and Glory, Edward Norton und Colin Farell und ein netter Thriller.
Gute aber nicht weltbewegende Polizeikorruptionsstory, würde aber eher "The departed" von unserem Paten Scorcese empfehlen.
Danach für die Durchblutung gesundes Kneipptouring aber in vollkommen entspannten Massstäben, Markus ist erst 18, Alkohol ist ab 19 usw...

Gegen 1-2 ins Bett, Samstag gegen 10 wieder raus.
Zum Frühstück erstmal zum St. Lawrence Markt, der ein wunderbar bunter Kulturendöner voller Gerüche und Geschmäcker ist. Lecker italienisches Sandwich gegessen, weitergewandert.
Nachdem Freitag das Wetter warm und angenehm war sind wir Samstags ins Eton Center gegangen...
Eton Center ist seines Zeichens ein dreistöckiges Einkaufszentrum, quasi DIE Reizüberflutung sowie Paradiesvorstellung für alle eher weiblich gesinnten Mitbürger unter uns.

Alles noch dazu Sommerschlussverkauf oder sonst irgendwelchen Rabatten, haben alle zugeschlagen und unser Portmonnaie getroffen und sogar noch ein nicht ganz blaues Feilchen zurück bekommen.
Mein Feilchen ist einerseits ein graues T-Shirt mit Hulk vorne drauf, ein zweites mit einem "Beatbox Monsta" drauf, dass ich mir einfach kaufen musste (Markus hat sein bestes gegeben um mich zu überzeugen^^) und eine wunderbare schwarze Kapuzenjacke mit genialem Design. Dazu noch ein "DEATHPROOF" Poster für 8 $, das sich echt sehen lassen kann...
Leider hatte der lokale Mac Shop wegen Umbauarbeiten nicht offen, weshalb ich gekränkt und mit verquollenen Augen danach mit den Jungs was Essen und gegen 10 Uhr nachts auf den CN-Tower zu steigen. Der ist seineszeichens der Höchste Turm der Welt, und man kann bis auf 445m Höhe rauf. Gibt eine gute Aussicht und wenn man aus Stratford kommt und dazu noch wegst fehlendem Herkunftsbeweis sehr charmant mit der Kassiererin redet bekommt man auch gute 10 $ Rabatt^^.
Hat Spaß gemacht, gab auch einen Glasboden mit ca. 300 Meter nichts unter einem.



Danach bei der Kneipptour sind wir volle Kanne in die Samstagabend-Weg-G-G-sellschaft gekommen, fast alle Bars waren voll, haben noch eine winzige Bar mit Livemusik gefunden um danach noch mal weiter zu wandern und Toronto bei Nacht zu entdecken.

Linus mit einem neu gewonnenen Freund, der Geld wollte.

Ich vor einem Comicshop mit DEM Schaufenster.

Sonntag wollten wir dann eigentlich ins Science Center gehen, eine Art Riesenspielplatz für des Alters Fortgeschrittenen.
Effektiv haben wir dann eine 4 Stunden Wanderung in den Randbezirken von Toronto durchgeführt, weil wir (vollnicht, es war Linus und zwar NUR Linus!!1111eins) uns verfranst haben... Sind dann einfach nicht mehr hin um dann gegen 8 wieder in Stratford zu landen.
Alles in allem ein sehr gechilltes Wochenende, danke Linus für die Planung, danke Markus für die Fotos.
Hier noch ein paar Impressionen:






(Spot the Mistake!)
Fotos die ich gemacht hab




Hier noch ein paar Statistiken:
Zeit die wir in Toronto waren: 66 Stunden
Zeit die wir rumgewandert sind: 27 Stunden
Zeit die wir geshoppt haben: 7 Stunden
Kaffees die wir getrunken haben (pro Person): 12-13
"Linus ich muss aufs Klo, wann sind wir endlich da?": 7 mal
Aufwachen mit dem Morningwood State Prison: Einmal, ich. (die anderen würden eh Witze machen...)
Menge an ausgegebenem Geld: Genug :-P
gespiesene/getrunkene Kalorien pro Person
: ~ 18000
//EDIT: Anzahl der Statistikeintraege die ich wegst Beschwerden loeschen sollte: 1
Obdachlose auf der Strasse die wir gesehen haben: ca. 25
Biere die wir getrunken haben: 5
Klo war kaputt: 4 Mal
Wie oft uns der Brite in unserem Zimmer in der Jugendherberge innerhalb von 3 1/2 Tagen seinen Namen gesagt hat: 0 mal
Spaß den wir hatten: Genug, viel, mehr als eigentlich immer. Whatever.
Die letzte Woche war dann auch ganz nett. Nicht überragend spannend, aber auch ganz nett. Sowas wie ein Bayernspiel.
Gestern gab es den ersten Schnee, heute auch das erste Schneeräumen. War ein Sulzschnee, aber der richtige wird noch kommen.
Habe mir nun final einen Laptop bestellt. Dauert aber wohl zwei Wochen bis ich den haben werde. Gab es nur für ein paar Stunden das Angebot, bin also happy as hell und gestern hat es meinen Tag gemacht.
Zuletzt noch ein bischen was zu meiner "warum Kanada dann doch nicht Europa ist"-Rubrik:
- Es gibt normalerweise einen Spannbettbezug, ein Kissen, aber keinen Bezug für die (Tages?)decke. Nur ein "Zwischentuch" zwischen Mensch und Decke...
- Die Jahreszeitendekorationen sind verrückter. (Halloween haben wir verpasst, werden aber wohl eine Dekorationsfototour der kitschigsten Häuser mit Markus' Kamera machen.
Ihr glaubt mir nicht?
- Brunch ist wesentlich elaborierter. Ich kann mittlerweile Pancakes, Bacon und French Toast machen^^.
- Das grundlegende Problemlösungsprinzip dreht sich um die Symptome, nicht um die Wurzel des Bösen.
Viel viel Medikamente, kack Immunsysteme, viel viel Abnehmpillen, wenig Sportangebote...
So long, keep your feed on the ground, keep your heads in the
clouds, electrified by the sound!
r3d1st - 16. Nov, 18:22
Heimweh/Fernweh
Und ihr seid um max. 200 Meter an meinem damaligen Zuhause vorbeigelaufen. *seufz*
tjaja- Fernweh!
Noch einen kurzen Gruß an den Schneeschaufler!
Respect to the man in the Ice-cream-van!!!
THE bad taste
P.S.: Wir koooooommen